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Grußwort

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Geschrieben von unserem Bürgermeister Herrn Herbert Napp

Grußwort unseres  Bürgermeisters Herrn Herbert Napp zur Eröffnung unseres Brauhauses in 2008. Wir danken Herrn Bürgermeister Herbert Napp für seine Unterstützung.

Liebe Neusser Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste,

es ist mir eine Ehre, an dieser Stelle ein Grußwort an Sie richten zu dürfen, zumal zu einem so freudigen Anlass. Der Niederrheiner an sich und der Neusser im Speziellen kennt sich mit Traditionen, gutem Essen und Bier bestens aus. Die Wiedereröffnung der Traditionsgaststätte und des Brauereiausschankes "Im Dom" kommt diesen Neusser Qualifikationen sehr entgegen.

Geschichtliche Quellen berichten, dass Bier bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts in Neuss ein Grundnahrungsmittel war. Noch vor 300 Jahren trank man bei uns Bier bereits zum Frühstück. Warum diese Tradition nicht beibehalten wurde, ist meines Wissens nicht überliefert und für mich auch nicht unbedingt nachvollziehbar. Um 1500 lag der jährliche Bierverbrauch der Neusser bei rund 270 Liter je Einwohner, Kinder und Säuglinge inbegriffen. Im Jahr 2006 schafften es die Deutschen lediglich auf einen Pro-Kopf-Verbrauch von 115,8 Litern, wobei Kinder und Säuglinge heute natürlich vom Konsum ausgeschlossen sind. Die regionale Verteilung des Verbrauchs könnte die Werte für den Niederrhein eventuell etwas nach oben korrigieren. Spitzenwerte, wie die vor 500 Jahren, erreichen die Neusser ohne Probleme noch während des Neusser Bürgerschützenfestes Ende August.

Über ein eigenes Neusser Bier verfügte die Stadt in den letzten Jahren leider nicht mehr. Daher freut es mich umso mehr, dass auch die Kunst des Bierbrauens im Rahmen der Wiedereröffnung der Gaststätte "Im Dom" eine Wiederbelebung erfährt. Es kann nicht angehen, dass die Niederrheinische Hauptstadt des Bierbrauens über kein eigenes, vor Ort gebrautes Bier verfügt. Bis in die Frühneuzeit gab es im Rheinland schließlich zwei bedeutende Brauzentren: Köln und Neuss. Selbst in Düsseldorf wurde im 14. Jahrhundert das Bier aus Neuss bezogen. Um 1400 räumten die Kölner Brauer sogar ein, dass das Neusser Bier besser als das Kölner sei. Da sie befürchteten, die Neusser könnten in ihr Absatzgebiet vordringen, verbot der Kölner Rat die Einfuhr des Neusser Bieres. Und schon war sie da, die Altbier- Grenze. Und weil wir am Niederrhein Traditionen zu pflegen wissen, gibt es die Grenze auch heute noch. Selbstverständlich nur in Bezug auf das Bier.

Der Brauereiausschank "Im Dom" wird die Neusser Gastronomie bereichern und vielen' Neussern ein Stück Geschichte zurückgeben. Erinnerungen an alte Zeiten werden geweckt und können bei einem Schluck Dom's Alt neu belebt werden. Die Stadt bekommt eine Institution zurück, mit der sie von jeher eng verbunden war.

Ich wünsche dem "Im Dom"-Team einen guten Start.
Viel Erfolg und zum Wohle

Ihr

Herbert Napp
Bürgermeister

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